Fachforum

Nach der erfolgreichen Umsetzung der „Konferenz der Konkurrenten“ zur Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt Europas 2025 im September 2017 im Kulturpalast organisiert das Kulturhauptstadtbüro 2025 der Landeshauptstadt Dresden in Partnerschaft mit dem Netzwerk Kultur Dresden in diesem Jahr eine Workshop-Reihe, die die Themenschwerpunkte der Konferenz mit lokalen Akteuren vertieft.

Unser Ziel ist es, gemeinsam über die Nutzung und Erschließung von Räumen für Kultur und Kunst im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung zu sprechen, die im Bewerbungsprozess von grundlegender Bedeutung sind.


Am 7.  November 2018 laden wir Sie daher von 19  bis 22 Uhr herzlich zu folgendem Fachforum ins Kulturzentrum Scheune, Alaunstr. 36-40, 01099 Dresden ein:

Heimat ist Ort, ist Verortung, ist Wurzel und Zukunft. Welche Rahmenbedingungen wurden in den vergangenen Jahren geschaffen, um Dresden als Heimat für eine vielfältige freie Kunst und Kulturszene attraktiv zu machen? Welchen Herausforderungen stehen wir gegenüber? Wo gibt es Handlungsbedarf?
Das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 in Kooperation mit Netzwerk Kultur Dresden und der Sächsischen Akademie der Künste lädt Sie herzlich zur Gesprächsrunde
Kultur Stadt Dresden: Bleiben oder Gehen? Dresden als Heimat Freier Szenen
am 07. November 2018, 19:00 bis 22:00 Uhr im Kulturzentrum Scheune, Alaunstr. 36-40, 01099 Dresden ein.
Das beigefügte Konzeptpapier (Download) bildet Basis für die Diskussion. Sie sind herzlich eingeladen mit uns konstruktiv zu diskutieren und Ihre Meinungen und Vorschläge einzubringen.
Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 freuen wir uns auf eine spannende Veranstaltung mit Ihnen.

weitere Infos:        PROGRAMM                                  FACEBOOK


Am 10. September 2018 lud das Netzkultur zu folgendem Fachforum ins projekttheater dresden, Louisenstraße 47, 01099 Dresden ein:

„Heimat – im Plural“

Über Jahrzehnte hinweg verständigten sich viele Intellektuelle, Stadtakteure und Kulturleute stillschweigend auf Martin Walsers Zuschreibung, Heimat sei „der schönste Name für Zurückgebliebenheit“. Heimat war verstaubt und rückständig, im besten Falle noch sentimentale Erinnerung, im schlimmsten Falle revisionistisch. Die Beschäftigung mit Heimat wurde an die Universitäten verbannt. Spätestens mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Öffnung der Welt galt Heimat in manchen Kreisen als abgeschafft. Das menschliche Bedürfnis nach Verortet-Sein, das im Konstrukt Heimat angelegt ist, wurde übergangen. Die Neue Rechte hat dieses Bedürfnis schon früh ernstgenommen. Zunächst markierte sie die Auflösung von Grenzen und das Verschwinden von Unterschieden zwischen den Kulturen als Problem. Daran anschließend entwickelte sie Heimat als Gegenentwurf zur Transnationalisierung und Fragmentierung der Welt. Eng daran knüpfte sie Begriffe wie Sicherheit, Vertrautheit, Ordnung und Schutz. Heimat, so wird beschworen, erwerbe der Mensch durch die Geburt an einem bestimmten
Ort und in einer bestimmten Kultur, Heimat sei, – ein biografischer Fakt, der uns voneinander unterscheide. Diese Unterscheidung wiederum bietet – ins Politische gewendet – die Grundlage für Ausgrenzung und Ausschluss.
Die abgeschaffte Heimat kehrt also unter einwanderungskritischen und lokalpatriotischen Vorzeichen zurück und findet viele Anhänger – in ganz Europa.
Zielstellung:
Aufgrund dieser Entwicklungen scheint es notwendig, sich im Rahmen einer Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt mit Heimat auseinanderzusetzen, die zunehmend als politischer Kampfbegriff instrumentalisiert wird.
Wir laden Sie deshalb herzlich ein, über folgende Themen gemeinsam nachzudenken:
Von der Akzeptanz eines Phänomens – historische und kulturgeschichtliche Analyse des Heimatbegriffs, politische Instrumentalisierung des Begriffs

Impulsvorträge:

  • Dr. Johannes Schütz, Lehrstuhl für neuere und neueste Geschichte, TU Dresden
  • Dr. Sönke Friedreich, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.

Ablaufplan:

  • 14:30   Check-In
  • 15:00   Begrüßung durch Frau Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für   Kultur und Tourismus Impulsvorträge von Dr. Johannes Schütz und Dr. Sönke Friedreich
  • 15:30   Fachforum 1. Runde: Von der Sehnsucht des in der Welt-Verankert-Seins
  • 16:30   Pause
  • 17:00   Fachforum 2. Runde: Beheimatet euch!
  • 18:00   Präsentation der Ergebnisse des Fachforums
  • 18:30   Ende des Fachforums

Auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 freuen wir uns über einen nachhaltigen Erfahrungsaustausch und eine spannende Veranstaltung mit Ihnen.


Am 04. Juni 2018 fand folgendes Fachforum im Veranstaltungssaal der Zentralbibliothek im 1. OG statt:

„Kultur Räume – Kultur Träume “

Engagement, Kultur und Kunst brauchen Gunst – ebenso wie günstigen Raum. Neben geistigen, finanziellen oder sozialen Räumen geht es dabei um konkrete Lokalitäten.

  • Wie also bekommt man Kultur und Kreativwirtschaft in die Planungsprozesse der relevanten Geschäftsbereiche?
  • Welche Räume benötigen wir an welchen Orten für eine bürgerschaftlich verfasste Kulturhauptstadt? Wie dauerhaft oder temporär sollen und können diese genutzt werden?
  • Wie handelt man die kulturellen und kreativwirtschaftlichen Raumbedarfe im Sinne einer neuen Kultur des Miteinanders zwischen Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Eigentümern aus?

Nach einem Impulsvortrag widmeten wir uns an fünf parallelen Gesprächstischen folgenden Einzelaspekten:

  • Wie bewerkstelligt man die Verschränkung der unterschiedlichen Strategieplanungen (Kulturentwicklung, Stadtplanung, Jugendhilfe, Bildung, Seniorenarbeit etc.)
  • Schritte zur Überarbeitung / Erweiterung des Themenstadtplans, um öffentliche und private Kulturorte sowie Kulturnutzungsmöglichkeiten als Informations- und Planungsgrundlage („Kulturkataster“) zu nutzen
  • Wie können verpflichtende Auflagen entwickelt werden, damit kulturelle / künstlerische/ kreativwirtschaftliche Nutzräume ab gewissen Bauvolumina prozentual vorgehalten werden?
  • Wie kann Planungsmediation mit Blick auf die Stärkung kultureller Räume den partizipatorischen Prozess innerhalb der Stadtgesellschaft stärken?
  • Wie können Genehmigungsprozesse, vor allem für temporäre Kulturnutzungen, transparenter gestaltet werden?